tag unternahmen wir einen ausgiebigen Spaziergang am Hallwiler See entlang. Den Nachmittag genossen wir faulenzend vor dem Mobil.

Bei allerschönstem Wetter verließen wir Cannobio und fuhren am wunderschön gelegenen Lago Maggiore, auf teilweise sehr engen und kurvenreichen Straßen, entlang. Wir kamen durch kleine reizende Dörfer und mondäne Badeorte. Nachdem wir das Südende des Lago Maggiore erreicht hatten, fuhren wir noch ein gutes Stück Landstraße, bis wir die Autobahn nach Mailand erreichten.
Es war trübe und recht frisch als wir mit dem Bus nach Florenz fuhren. Eine Haltestelle vor dem Dom stiegen wir aus und gingen zu Fuß weiter. Zuerst kamen wir an der „Galleria dell‘ Accademia" vorbei, wo u.a. die Skulpturen von Michelangelo zu bewundern sind, die wir uns ansehen wollten. Aber wir bekamen regelrecht einen Schock, als wir die Menschenschlange sahen, die Einlass begehrte. Das Ende war gar nicht abzusehen und ein Polizist musste dort den Verkehr regeln. Nein, ohne uns! Da wären wir ja am Abend noch nicht reingekommen. Also gingen wir weiter zum Dom. Auch hier wimmelte es von Menschen. Doch im Dom war es dann nicht so schlimm. Der Dom ist ein imposantes Bauwerk, doch im Innern sehr einfach gehalten, denn alle Domschätze und was sonst noch dazugehört, befindet sich im Dommuseum. Nach unserer Besichtigung aßen wir in einer Trattoria in der Nähe des „Palazzo Vecchio" sehr gut zu Mittag. Anschließend sahen wir uns den schönen Innenhof des Palazzo Vecchio an, wir besichtigten die Kirche „Orsanmichele", die wie ein mittelalterlicher Palast aussieht.
Die Adresse hatten wir in Braunschweig erhalten. Beim dritten Anlauf waren wir auf dem richtigen Weg. Bis dahin hatten wir schon zwei teils sehr steile, enge und kurvenreiche Straßen durch die Hügellandschaft des Chianti bewältigt. Wald, Wiesen, Weinfelder und Olivengärten wechselten sich ab. Die Weingüter stehen wie kleine Festungen auf ihren Hügeln. Schade, dass das Wetter so schlecht war. Es regnete fast die ganze Zeit. Endlich hatten wir also die Fattoria gefunden. Nach einer kleinen Weinprobe nahmen wir einige Flaschen Chianti mit. 



Nachdem wir Siena umfahren hatten, kamen wir in das Gebiet der Crete. Hier sahen wir gar keinen Wald, sondern nur sanfte grüne Hügel. In Buonconvento legten wir eine Pause ein, um uns den alten hübschen Ort anzusehen. Dann fuhren wir weiter nach Montalcino, wo wir heute übernachten wollten. Am frühen Nachmittag trafen wir auf dem Parkplatz unterhalb der Burg ein. Wir unternahmen einen Rundgang durch den Ort, kauften einige Flaschen Wein (wir waren jetzt im Anbaugebiet des „Brunello") und machten es uns anschließend im Womo gemütlich. Es war gut, dass wir so früh hier waren, denn im Laufe des Abends kamen immer mehr Wohnmobile an. Das Wetter war heute wunderschön, aber es wehte ein starker, frischer Wind.

Auf dem Parkplatz Nr. 5 (Busparkplatz) in Montepulciano konnten wir Schmutzwasser etc. entsorgen und Frischwasser bunkern. Nachdem dies erledigt war, gingen wir noch ein wenig spazieren und fuhren dann weiter nach Pienza. Wir parkten auf dem großen Parkplatz, nahe der Altstadt. Nachdem wir die Türen des Womos geschlossen hatten, standen wir ganz schön dumm da: Türen zu, Schlüssel drin! Wir marschierten zu einer VW-Werkstatt etwas außerhalb der Stadt. Ein Mechaniker fuhr mit uns zurück zum Parkplatz. Gemeinsam öffneten die Männer ein Seitenfenster. Uwe konnte ins Womo klettern und die Türen öffnen. Wir waren dem Mechaniker sehr dankbar, doch er wollte keinen Lohn dafür haben. Mit einem reichlichen Trinkgeld fuhr der Mechaniker wieder weg. Jetzt konnten wir uns in Ruhe Pienza ansehen. 

Wir unternahmen einen Spaziergang durch die Stadt. Auf dem muschelförmigen Marktplatz (Campo) tranken wir einen Espresso und beobachteten das Treiben auf dem Campo. Dann besichtigten wir den schönen Dom und durchstreiften einige der verwinkelten Gassen, abseits vom Tourismus. Zurück zum Womo hatten wir einen langen Marsch! Wir hatten uns total verirrt und Siena durch das falsche Stadttor verlassen. So umrundeten wir Stadt außerhalb der Stadtmauer. Endlich kamen wir wieder bei unserem Womo an. Nach einer kurzen Ruhepause fuhren wir weiter nach Monteriggioni. 


über den Monte Albano und erreichten den Campingplatz „San Giusto" in Carmignano (Florenz). Nachdem der Platz den Winter über geschlossen war wurde er am heutigen Tage wieder geöffnet und wir waren die ersten Gäste. Wir wurden von den beiden Damen sehr freundlich empfangen und bewirtet. Da die Küche noch nicht richtig in Betrieb war, bekamen wir Spaghetti mit To¬matensoße, Schinken, Käse und Brot. Dazu tranken wir einen sehr guten Rotwein der Hausmarke. 

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